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"Virtueller Musiklehrer" als Lernhilfe

Das an der HTWK Leipzig entwickelte Computerprogramm soll vor allem an Musikschulen eingesetzt werden.

Ob ein Schüler richtig spielt, zeigt das Licht. Rot für falsche Noten, grün für richtige. So sollen Schüler beim Üben unterstützt werden. Vor allem für Anfänger ist die Software interessant. So werden eigene Schwächen schneller identifiziert, an denen dann gemeinsam mit dem Musiklehrer gearbeitet werden kann.

Der „Virtuelle Musiklehrer“ (VIMU) ist ein Computerprogramm mit Tonerkennungssystem. Entwickelt wird es von einer studentischen Arbeitsgruppe namens „melodicus“ der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig. Derzeit befindet sich das Projekt noch in der Probephase, doch viele Musikschulen und -einrichtungen sollen bereits Interesse angemeldet haben. Derzeit wird eine Zusammenarbeit mit zwei Schulen in Leipzig geplant, eine Musik- und eine Grundschule.

Das Projekt wird unter anderem vom Europäischen Sozialfond unterstützt. Eine wichtige Etappe für das Team stellte auch der kürzlich verliehene IQ Innovationspreis Mitteldeutschland dar. Der VIMU gewann in der Cluster-Kategorie „Innovationstechnologie“ den mit 7.500 Euro Bargeld dotierten Wirtschaftspreis.

Die größte Herausforderung stellt laut Aussage des Teams die weitere Entwicklung der Software dar, da Töne korrekt aufgenommen und identifiziert werden müssen. Unterstützt werden derzeit klassische Instrumente wie Cello, klassische Gitarre, Blockflöte und Posaune. Weitere Instrumente sollen später integriert werden. Zusätzlich zur Notenerkennung soll der VIMU zukünftig auch Videoinformationen analysieren, um den Schülern Hinweise zur korrekten Haltung zu geben.

Die Software ist ausdrücklich für die Verwendung an (Musik-)Schulen geplant. Und es soll keineswegs den „realen“ Musiklehrer ersetzen. Stattdessen soll es die Zusammenarbeit zwischen Lehrern und Schülern beim Üben und außerhalb des Unterrichts verbessern. Durch die statistische Auswertung nach dem Üben kann der Lehrer Informationen über typische Schwachstellen und Probleme des Schülers abrufen. So soll die Unterrichtszeit effektiver genutzt werden.

Das Programm soll zunächst für den PC erscheinen, eine Tablet-Version ist ebenfalls geplant.

Der „virtuelle Musiklehrer“ hilft Lehrern und Schülern beim Erlernen von Instrumenten. Aber die ganze Arbeit nimmt er leider doch nicht ab. Am regelmäßigen Üben jedenfalls kommen die Studenten so schnell nicht vorbei.


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