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OECD-Studie: Bildung 2013

Die jährlich erscheinende Studie analysiert und vergleicht die Bildungssysteme der OECD-Länder.

Österreich hat die Wirtschaftskrise verhältnismäßig gut überstanden. Die Klassen sind klein, die Lehrer verdienen gut und die Jugendarbeitslosigkeit ist auf einem der niedrigsten Werte in ganz Europa. Das ist ein Teil der Ergebnisse der heuer in Wien präsentierten OECD-Studie "Bildung auf einen Blick 2013". Doch trotz der generell positiven Einschätzung Österreichs im internationalen Vergleich gibt es auch einige Kritikpunkte.

Österreich gilt als Land mit einer hohen Zahl beruflicher Bildungsgänge. Dies ist ein Alleinstellungsmerkmal in Europa, was du einem hohen Bildungsniveau der österreichischen Bevölkerung führt. Bei den Abschlussquoten im Tertiärbereich (Fachhochschulen und Universitäten) bleibt das Land jedoch hinter anderen OECD-Ländern zurück.

Die Zahl der Studienanfänger-, sowie der Abschlussquoten im Tertiärbereich steigen zwar, liegen aber immer noch weit unter dem OECD-Durchschnitt. Eine hohe Zahl an AkademikerInnen ermöglicht geringer Arbeitslosigkeit und höhere Stabilität in Krisenzeiten. Auch verdienen Hochschulabsolventen vor allem in späteren Berufsjahren deutlich mehr als Absolventen von beruflichen Bildungsgängen. Die OECD sieht hier noch deutliches Verbesserungspotenzial.

Angesichts der hohen Zahl der Absolventen beruflicher Bildungsgänge ist es in Österreich außerdem besonders wichtig, dass die Durchlässigkeit zwischen den verschiedenen Bildungszweigen gewährleistet und Personen mit abgeschlossener Berufsausbildung der Zugang zu Hochschuleinrichtungen ermöglicht wird Ein Problem ist weiterhin die große Zahl älterer Lehrkräfte, die in den kommenden Jahren in den Ruhestand gehen werden. Das durchschnittliche Alter der österreichischen Lehrerinnen und Lehrer ist eines der höchsten im OECD-Vergleich. Wenn ein Lehrkräftemangel vermieden werden soll, wird Österreich in die Lehrerausbildung weiter investieren müssen.

Die Studie "Bildung auf einen Blick" vergleicht die Leistungsfähigkeit der Bildungssysteme in den 34 OECD-Ländern sowie einigen nicht-OECD-Ländern. Anhand von eigens der OECD entwickelten Indikatoren soll den Teilnehmerländern eine faktenbasierte Analyse der Bildungssysteme im Vergleich mit anderen Staaten ermöglicht und Reformbemühungen unterstützt werden.

Eine Besonderheit der heurigen Ausgabe ist die Analyse der Bildungssituation und die Veränderung der Bildungslandschaft unter Berücksichtigung der Weltwirtschaftskrise der letzten Jahre.

Die Studie „Education at a Glance“ erschien erstmals im Jahr 1992 und umfasst Indikatoren zu Erträgen und Ergebnissen von Bildung, Bildungszugang, Bildungsbeteiligung und –verlauf, den Einsatz von Finanz- und Humanressourcen, sowie dem Lernumfeld und der Organisation von Schulen.

Die vollständige Studie "Bildung auf einen Blick 2013" auf deutsch gibt es hier zum Download als pdf.

Eine österreich-spezifische Ländernotiz findet man auf der Webseite des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur unter diesem Link (pdf): http://www.bmukk.gv.at/medienpool/25013/20130625a_country_note_aut.pdf


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