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Wasserverschwendung in Schulen

Österreicher gehen leider in allen Bereichen ihres Lebens viel zu verschwenderisch mit Wasser um.

Eine, nicht auf den ersten Blick ersichtliche, Vergeudung von Ressourcen in allen österreichischen Schulen ist die Verwendung von Unmengen Wasser zum ständigen Löschen der Tafeln.

Was im ersten Moment nach einer nicht relevanten Menge klingt, wird bei einer kurzen Berechnung der Fakten schnell klar: Ein in Klassenzimmern üblicher Wasserkübel fasst 5 Liter Wasser. Selbst, wenn dieser nur einmal in der Woche frisch befüllt wird, entspricht das bei etwa 55.000 Schulklassen österreichweit einem Wasserverbraucht von 9,9 Millionen Litern im Jahr. Da diese Menge schwer vorstellbar ist, hier eine bessere Erläuterung: Dies ist die Durchflussmenge der Donau von etwa 4 Sekunden. Oder anders, da in Österreich ja gerne Sportvergleiche herangezogen werden (Klassiker Fußballfeld), das ist mehr als 3x so viel wie ein Olympisches Sportbecken fasst!

Weiters muss bedacht werden, dass bei Umbauten oder Neubauten von Schulen nur deshalb Wasserleitungen in jeden einzelnen Klassenraum gelegt werden, um die Tafel löschen zu können, was einen erheblichen zusätzlichen Bauaufwand nach sich zieht. In weiterer Folge bedeutet dies Mehrkosten nicht nur in den Bereichen Planungsaufwand, Anschaffung und Installation, sondern auch bei den laufenden Kosten, bei Reparatur- oder Serviceleistungen.

Dass in den Klassenzimmern auch keine besondere Hygiene gewährleistet werden kann, steht wohl bei einem tagelang vor sich hin gedeihenden Kreide-Schmutz-Wasser-Gemisch im Klassenraum auch außer Frage.

Traurige Tatsache ist, dass wir mit unserem Trinkwasser viel zu sorglos umgehen. Während wir hier in Österreich frisches, reines Hochquellwasser zum Tafel-Löschen und sogar für unsere Toilette verwenden, ist in vielen anderen Ländern der Welt selbst Regenwasser Mangelware, die bis aufs Blut umkämpft wird.

Der jährliche Wasserverbrauch in Österreich beträgt etwa 2,6 Milliarden Kubikmeter, dies entspricht ungefähr 3% der weltweit jährlich verfügbaren Wassermenge. Fast zwei Drittel des Wassers werden in unserem Land für die Industrie genutzt, nur etwas mehr als ein Drittel wird zur Trinkwasserversorgung verwendet. Doch selbst dieses wird zum Großteil nicht zum Trinken oder Kochen, sondern für Dusche, Toilettenspülung, Wäsche waschen und ähnliches genutzt. Schätzungen zufolge werden pro Haushalt 50 bis 100 Liter Wasser täglich verbraucht, während in vielen Ländern Menschen mit 10 Liter oder weniger auskommen müssen.

Obwohl der Zugang zu Trinkwasser für die Gesundheit und Ernährung der Weltbevölkerung essenziell ist, haben besonders Menschen in den Entwicklungsländern keine Möglichkeit hierzu. Mehr als 1 Milliarde Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und 80% der Infektionskrankheiten weltweit sind auf verseuchtes Wasser zurückzuführen. Diese gefährliche Situation darf nicht regional begrenzt betrachtet werden, sondern stellt eine globale Herausforderung dar. Das Recht auf Zugang zu sauberem Wasser ist deshalb am 28. Juli 2010 von der UN als Menschenrecht anerkannt worden (Resolution 64/292).

Laut einer UNESCO Studie aus dem Jahre 2012 wird die Wasserknappheit in Südasien und Südafrika bereits im Jahre 2030 Ausmaße erreicht haben, die die Nahrungsproduktion gefährden, im Jahre 2040 betrifft dieser Effekt schon große Teile Asiens und Subsahara-Afrika, ab 2070 betrifft diese Wasserknappheit dann auch Süd- und Mitteleuropa! (4th edition of the UN World Water Development Report (WWDR4 http://www.unesco.org/new/en/natural-sciences/environment/water/wwap/wwdr/wwdr4-2012)


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